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Gift für Bienen

mehr zum Thema:
Pestizide

© Greenpeace/Pieter Boehr© Greenpeace/Pieter Boehr

Immer mehr Studien belegen, was Umweltschützer schon lange befürchten: Giftige Spritzmittel in der Landwirtschaft sind für das Bienensterben mitverantwortlich. Drei Pestizidsorten sollen jetzt in Europa für zwei Jahre aus dem Verkehr gezogen werden. Reicht das denn aus?

"Nein", sagt Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace und erklärt, warum diese Ackergifte dauerhaft verboten werden müssten:

"Wissenschaftler aus Frankreich und Großbritannien entdeckten, dass [bestimmte Inhaltsstoffe dieser Pflanzenschutzmittel, sogenannte] Neonikotinoide die Bienen verwirren können, weil sie die Navigation der Bienen beeinflussen. Erst vor kurzem hat das EU-Parlament eine Studie veröffentlicht, die ebenfalls belegt, dass diese Neonikotinoide sehr giftig für Honigbienen sind. Schon eine geringe Dosis kann bei Bienen zu Flug- und Navigationsproblemen führen und die Fortpflanzungsfährigkeit sowie die Fähigkeit der Nahrungssuche verringern".

Warum ist das weltweite Bienensterben so dramatisch?

Bienen sind enorm wichtig für die Produktion von Lebensmitteln, berichtet die Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace weiter: "Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO hängt über ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion von bestäubenden Insekten wie Bienen und Hummeln ab". Fehlen die Bienen als Bestäuber in der Landwirtschaft, hat das weitreichende Folgen - für die Wirtschaft, vor allem aber für die Welternährung.

Aber nicht nur die Pestizide machen den Bienenvölkern zu schaffen. Auch Monokulturen, also der einseitige Anbau von Pflanzen wie Raps oder Mais, sind eine Gefahr für Bienen. Denn der einseitige Speiseplan, sagen Foscher, führt zur Schwächung der Insekten.
Zusätzlich haben es die fleißigen Bienen auch noch mit der Varroamilbe zu tun. Sie ist der weltweit bedeutendste Bienenschädling und hat sich schon in vielen Bienenstöcken eingenistet.

Mehr zum Thema "Bienensterben" findest du hier.

 

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