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Wald und Urwald

mehr zum Thema:
Urwaldzerstörung

Urwald, das klingt nach fernen und unendlichen Wäldern, in denen farbenfrohe Pflanzen und hohe, gewaltige Bäume wachsen, faszinierende Tiere leben und die Luft feucht und warm ist. Das alles stimmt und stimmt auch wieder nicht, denn auch in Europa gibt es – leider nur noch wenige – Urwälder und diese sehen ganz anders aus.

© Manfred Delpho/Greenpeace© Manfred Delpho/Greenpeace

Zunächst bezeichnet das Wort Urwald einfach einen Wald, der gewachsen ist, ohne dass der Mensch stark in seine Entwicklung eingegriffen hat. Weder durch das Pflanzen noch durch das Abholzen von Bäumen. Solche Urwälder gab es auf allen Kontinenten. Viele von ihnen, vor allem in Europa, hat der Mensch bereits zerstört, um Wälder für Ackerflächen wirtschaftlich zu nutzen, gut verkäufliche Baumarten anzupflanzen, Straßen und Siedlungen zu bauen und Industrie anzusiedeln. In Deutschland gibt es im heute unter Naturschutz stehenden Nationalpark Kellerwald-Edersee noch allerletzte Urwaldbestände. Seine Rotbuchen gehören zu den größten noch vorhandenen Beständen Europas und sind zu einem großen Teil über 150 Jahre alt.

Die meisten verbliebenen Urwälder weltweit sind jedoch in großer Gefahr. Die größte Gefahr sind Menschen, die rein wirtschaftlich denken. Ihr größtes Bestreben liegt darin, Geld zu verdienen. Über die Folgen ihres Handelns denken sie dabei nicht nach oder sie sind ihnen egal. Dagegen wehrt Greenpeace sich mit vielen Aktionen.

© Florian Werner/Greenpeace© Florian Werner/Greenpeace

Bäume, Wälder und die riesigen Urwälder sind auch für den Menschen überlebenswichtig. Denn wie jede Pflanze verwandeln Bäume Kohlendioxid mit Hilfe von Wasser und Sonnenlicht in Sauerstoff, ohne den Tiere und Menschen nicht leben können. Je mehr Bäume, Wälder und riesige Urwälder es gibt, desto größer ist die Sauerstoffproduktion und desto mehr saubere Luft gibt es. Den Kohlenstoff, der bei der Umwandlung von Kohlendioxid in Sauerstoff entsteht, speichern die Bäume in ihren Zellen.

Urwälder sind Lebensräume von unzähligen, zum großen Teil noch unbekannten Pflanzen- und Tierarten. Zusammen bilden sie stabile, über Jahrtausende und Jahrmillionen gewachsene Ökosysteme. Diese Ökosysteme zerstört der Mensch zur Zeit unfassbar schnell, rücksichtslos und zum Teil unumkehrbar: In unvorstellbar rasanter Geschwindigkeit verschwindet Waldfläche von unserem Planeten – in der Zeit, in der du zweimal mit dem Finger schnippst, eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes.

Greenteams

© Michael Kunkel / Greenpeace
Spontan den Wald aufgeräumt

Aus ihrem Greenteam-Alltag berichten vier Chamäleons aus Frechen (Nordrhein Westfalen) folgendes:

MACH MIT

Mitmachen

© Daniel Mueller / Greenpeace
Buchen suchen und finden

Greenpeace hat eine neue Mitmachkampagne zum Schutz alter Buchenwälder ins Leben gerufen. Mit einem Maßband und einer Fotokamera ausgestattet, kannst du dich blitzschnell an der Aktion beteiligen...

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