Wo Rauch ist, muss nicht immer Feuer sein. Manchmal reicht eine Nebelmaschine, um die Menschen zu alarmieren. In Osnabrück zeigten Greenpeace Jugendliche mit Hilfe von künstlichem Rauch, wie die Kohlekraft unsere Umwelt belastet und uns sogar krankmachen kann:
"Speisekammer" Meer fast schon leer gefischt
Die Meere werden rücksichtslos ausgeplündert. Dahinter steckt ein maßloser Appetit auf Fisch und mächtige Wirtschaftsinteressen. Die Fangflotten der Fischindustrie pflügen die fischreichen Gebiete mit ihren gigantischen Netzen regelrecht durch - und wenn sie nicht mehr genug fangen, weichen sie in andere Regionen aus. Längst haben dadurch viele kleine Fischer ihre Arbeit verloren, denn für sie bleibt kaum noch etwas übrig.
Traditionelle Speisefische wie Kabeljau, Hering, Wittling und Seezunge sind sogar in Nord- und Ostsee höchst selten geworden. Und auch zahlreiche andere Fischarten werden gar nicht mehr alt genug, um sich fortpflanzen zu können. Die Bestände sind "überfischt".
Und wie so oft haben die Armen der Welt das Nachsehen. Die europäischen Fangflotten haben ihre eigenen Gewässer überfischt. Und um weiter die Theken in den Supermärkten voll zu haben, kaufen sie Fischereirechte in afrikanischen und pazifischen Gewässern. Die sind billig zu haben.
Aber schon jetzt sind viele Fischbestände auch in diesen Gebieten überfischt und die lokalen Fischer und ihre Familien haben das Nachsehen. In ihren Netzen bleibt immer weniger hängen und vom Gewinn der Fischereiabkommen sehen sie ebenfalls nichts.
Um die Menschen mit Fisch als Lebensmittel zu versorgen, wäre nur ein Bruchteil dessen, was aus dem Meer geholt wird, nötig. Aber Fischerei ist eben auch für andere Industriezweige ein lohnendes Geschäft. Ein großer Teil landet zum Beispiel als Fischmehl im Schweine- oder Hühnerfutter oder als Fischöl in Keksen und Kuchen. Und ein gigantischer Anteil der gefangenen Meerestiere - durchschnittlich jeder dritte Fisch! - wird als überflüssiger "Beifang" meist tot wieder über Bord gekippt - so als wäre dieses Leben einfach nur Abfall.
Mit welchen Methoden die industrielle Großfischerei arbeitet - und was Politiker, Märkte und Verbraucher tun müssen, damit es auch in Zukunft noch Fisch zu essen gibt - erfährst du auf den folgenden Seiten.
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